Die Kita in der Moissistraße ist seit den 1970er Jahren ein wichtiger Bestandteil der lokalen Infrastruktur von Berlin-Adlershof. Nach Feststellung der Sanierungsunfähigkeit des alten DDR-Plattenbaus wurde ein mehrstufiges Konzept für einen Ersatzneubau mit insgesamt 200 Plätzen entwickelt, um die Neubauten schrittweise und ohne Nutzungsunterbrechung am Standort realisieren zu können.
Mit Fördermitteln aus dem Bundesprogramm zur zusätzlichen Förderung von Kindern unter drei Jahren konnte zunächst der baufälligste Teil des Bestandsgebäudes, der eingeschossige Krippenbereich, abgebrochen und ein neues Krippenhaus mit 80 Plätzen errichtet werden.
Die Bewilligung weiterer Fördermittel und der Einsatz von Eigenmitteln des Trägers ermöglichte es, im zweiten Bauabschnitt auch das zweigeschossige Bestandsgebäude abzubrechen und im Rahmen der Gesamtkonzeption die Anlage mit einem Gebäudeteil für 120 Kinder von 3-6 Jahren inklusive Küche und Technikbereich zu vervollständigen.
Direkt an den neuen Eingangsbereich des ersten Bauabschnittes anschließend, erstreckt sich der zweigeschossige Baukörper hinter einem schmalen Vorgartenbereich entlang der etwas tiefer liegenden Straße. Im Erdgeschoss wurde verkehrsgünstig der zentrale Wirtschaftsbereich mit Küche und Technik angeordnet, flankiert vom großen Kinderrestaurant und einem Raum für Psychomotorik. Wie im ersten Bauabschnitt wurden jeweils drei Gruppenräume zu Familienbereichen zusammengefasst, von denen je zwei konzeptionell räumlich miteinander verbunden sind. Dies wird durch einen großen gemeinsamen Spielflur bzw. durch ein internes Treppenhaus verwirklicht.
Die Fassadengestaltung des Krippenhauses wird fortgeführt – Teilbereiche mit Fassadenplatten setzen farbige und materielle Akzente in der sonst dezent hellen Putzfassade.