MBS Geschäftsstelle Luckau / Denkmalsanierung

MBS Geschäftsstelle Luckau

Sanierung
Brandenburg | Luckau

BGF: 1850 qm
Auftraggeber: Mittelbrandenburgische Sparkasse
Planung: 2010 - 2011
Bauzeit: 2011 - 2012
Objektplanung: LPH 1 - 9 Tragwerksplanung: LPH 2 - 6

Die Gebäude der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) befinden sich auf der Ostseite des vierseitig geschlossenen Marktplatzes in der historischen Altstadt von Luckau. Die Häuser Am Markt 30, 31 und 32 mit verschiedenen Errichtungszeiten zwischen dem 17. und dem 18. Jahrhundert sind als Einzeldenkmale in der Denkmalliste des Landes Brandenburg erfasst.

Im Zuge einer geplanten Umnutzung und damit verbundener Trennung der Häuser Am Markt 30, 31 und 32 wurden eine Reihe von gutachterlichen Untersuchungen im Hinblick auf den Brandschutz, die Standsicherheit, den Holzschutz sowie weitere Gebäudeschäden durchgeführt, die in einem gesamtheitlichen Sanierungskonzept Berücksichtigung fanden. 

Auf Grundlage einer Studie zu verschiedenen Nutzungskonzepten wurde, vor allem unter Berücksichtigung öffentlich-rechtlicher Belange, entschieden, das Gebäudeensemble in zwei getrennte Nutzungseinheiten zu untergliedern. Die Häuser 30 und 31 erhielten vier neue Wohneinheiten im Obergeschoss beider Gebäude. Auf den Ausbau der Dachgeschosse wurde verzichtet, da sich hier vor allem aufgrund denkmalrechtlicher Forderungen nur ein geringer nutzbarer Wohnraum unter hohen finanziellen Aufwendungen erzielen ließe. Die im Bereich des Erdgeschosses befindliche Kassenhalle wurde gemäß Vorgaben an den MBS-Ausstattungsstandard angepasst und erhielt einen diskreten Beratungsbereich mit separaten Räumen, die durch Glastrennwände voneinander abgegrenzt wurden. Von der Marktseite aus wurde ein barrierefreier Zugang geschaffen. 

Neben diesen baulichen Veränderungen wurden darüber hinaus eine Vielzahl von Sanierungsmaßnahmen umgesetzt, um die wertvolle, jedoch zum Teil stark sanierungsbedürftige Bausubstanz zu erhalten. Dies betraf vor allem: 

  • die Sicherung und Sanierung der Holzdachkonstruktionen und der Holzdeckenkonstruktionen in den Dachgeschossen, vor allem in Haus 31: Hier bestand aufgrund von umfangreichen Holzschädigungen, u.a. Befall durch Echten Hausschwamm umfangreicher Sanierungsbedarf.

  • die Ertüchtigung der Tragkonstruktion im Bereich des Kellergeschosses

  • die Ertüchtigung aus brandschutztechnischer Hinsicht

  • die Sanierung feuchtegeschädigten Mauerwerkes im Sockel- und Kellerbereich

  • die Sicherung und denkmalgerechte Sanierung der Fassaden, vor allem der Schmuckgiebelfassade des Hauses 30 aus dem 17. Jahrhundert

  • sowie die Abstellung weiterer nutzungs- und altersbedingter Mängel gemäß den durchgeführten Untersuchungen und erstellten Gutachten.